2008-09-08
Fear and Loathing

Den ganzen Tag verbringt man unter den schrägsten Künstlern aus Barcelona, Japan, Berlin oder was weiß ich noch von wo überall. Am Ars Electronica Festival. Alles sehr interessante Sachen, viel Technik, alles Interaktiv, also zum ausprobieren und anfuggern. Danach noch auf ein paar Achterl zum Weinfest. Man trifft Freunde und alte Bekannte. Und weil man ja am Sonntag arbeiten muss, nimmt man am besten den letzten Zug von Linz nach Wien. Tja, wie es so ist schaut man ein paar Minuten zu spät auf die Uhr und muss aufeinmal in viel zu kurzer Zeit zum Bahnhof um den Zug nicht zu versäumen.

Tja, also Rucksack umgeschnallt und losgelaufen zur Straßenbahn. Die kommt erst in 3 Minuten, also läuft man zur nächsten Station, dort kommt sie in 2 Minuten an, also läuft man zur nächsten Station, dort kommt sie in 6 Minuten an, also läuft man weiter. Immer mit dem Rucksack wo das Notebook drin ist und schon angetrunken vom Wein.

Irgendwann kommt man dann völlig fertig am Bahnhof an, die Schiebetüren öffnen sich, man rast hinein und versucht herauszufinden wo der Zug wegfährt. Es ist 1-2 Minuten nach dem offiziellen Abfahrtszeitpunkt. Man läuft völlig durchgeschwitzt und ausser Atem durch die Halle Richtung Banhsteige.

Eine alte Dame fragt ob man nach Salzburg will und sagt, dass der Zug eh verspätung hat und man sich nicht so beilen braucht. Halleluja!

Am Bahnhof sitzt man sich auf den Boden und schnauft mal gscheit durch, da merkt man, dass der Wein jetzt noch stärker wirkt. Alles ist verschwommen und dumpf. Endlich kommt der Zug und man lässt sich in ein Abteil mit drei Mädchen fallen. Und die reden die ganze Zeit von Wels und Salzburg.

Ich sag "Mädels, ihr seit im falschen Zug, der hier fährt nach Wien!" - "Nein wir fahren mit dem Zug jedes Wochenende, der fährt über Wels nach Salzburg" Es ist gerade 22:45.

Fortsetzung folgt...